21.10.2026

ACE fordert verbraucherfreundliche Ladebedingungen: Schluss mit Tarifdschungel und hohen Roaming-Gebühren

 

Berlin (ACE) – Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz, die sich laut Agenda dem Thema „komfortables Laden“ annimmt, fordert der ACE Auto Club Europa Transparenz und faire Preise an öffentlichen Ladesäulen. Seit Monaten belasten hohe Spritpreise Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Elektromobilität kann und muss Autofahrerinnen und Autofahrern aus Sicht des ACE einen verlässlichen Ausweg hin zu einer Entlastung aufzeigen. Leider gestaltet sich die Situation an Ladesäulen aktuell nicht verbraucherfreundlich: Hier werden intransparente Tarife, unübersichtliche Abrechnungen und hohe Roaming-Aufschläge der Betreiber zu unnötigen Hürden.

Kerstin Hurek, Leiterin Verkehrspolitik beim ACE, betont die Dringlichkeit, öffentliches Laden einfacher zu gestalten: „Der Erfolg der Elektromobilität entscheidet sich auch an der Ladesäule: Wer sein Elektroauto auflädt, wird noch zu oft durch unübersichtliche und wenig verbraucherfreundliche Bedingungen verunsichert. Im Sinne des Verbraucherschutzes sind klare Leitplanken für das öffentliche Laden erforderlich. Denn bezahlbare und verlässliche Mobilität zu sichern, ist gerade jetzt entscheidend. Der Tarifdschungel muss ein Ende haben: Laden muss so einfach und verständlich sein wie Tanken.“ 

Um das Laden an öffentlichen Ladesäulen verbraucherfreundlich zu gestalten, fordert der ACE konkrete Maßnahmen im Sinne von Transparenz und Bezahlbarkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher:

 

Einführung einer Markttransparenzstelle

Analog zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe müssen Betreiber öffentlicher Ladepunkte (CPOs) und E-Mobility Provider (EMPs) verpflichtet werden, alle aktuellen Preise, inklusive Ad-Hoc-Preisen, Vertrags- und Roaming-Tarifen sowie sämtlicher Nebenkosten, in Echtzeit an eine neutrale Transparenzstelle zu melden. 

 

Kundenfreundliches Roaming

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen ihren gewählten Ladestromvertrag an jeder öffentlichen Ladesäule zu fairen Konditionen nutzen können, ohne überraschende Zusatzgebühren oder unklare Aufschläge befürchten zu müssen. 

 

Preisanzeige vor Ladebeginn

Der konkrete Preis pro Kilowattstunde sowie etwaige zeit- oder leistungsbasierte Zusatzkosten müssen bereits vor dem Start und während des Ladevorgangs, im Sinne einer „Live-Ladeuhr“, klar und eindeutig auf dem Display, in der App oder im Fahrzeug einsehbar sein. 

 

Chancen dynamischer Strompreise nutzen

Preisvorteile durch Stromüberschüsse müssen direkt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen und das Netz stabilisieren, ohne Verunsicherung durch komplizierte Tarifmodelle zu erzeugen. 

 

Ausbau der Ladeinfrastruktur im ländlichen Raum

Die öffentliche Ladeinfrastruktur muss auch im ländlichen Raum konsequent ausgebaut werden, damit Elektromobilität nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten alltagstauglich ist.

 

Weitere Informationen:

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