09.06.2026

Neues Factsheet: Reichweitenangst oft unbegründet – E-Auto spart bis zu über 1.000 Euro im Jahr

Berlin (ACE) – Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist besser als ihr Ruf: Schon heute bietet sie ausreichend Kapazitäten für deutlich mehr Fahrzeuge. Zudem sind 99 Prozent aller Pkw-Fahrten mit aktuellen Reichweiten problemlos machbar. Das zeigt ein neues Factsheet des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland und des ACE Auto Club Europa. Die Verbände betonen jedoch, dass dies kein Grund zur Entwarnung ist: Die E-Mobilität ist zwar längst alltagstauglich, damit der Umstieg jedoch beschleunigt wird, sind transparente Preise und verlässliche politische Rahmenbedingungen nötig.

 

Infrastruktur und Reichweite keine großen Hürden mehr

Laut Factsheet ist die Elektromobilität längst angekommen: Derzeit stehen in Deutschland bereits über 200.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung, die im Schnitt nur zu etwa 17 Prozent gleichzeitig belegt sind. Auch die Reichweite bremst nicht mehr. Aktuelle Fahrzeuge schaffen rund 450 Kilometer, womit 99 Prozent aller Pkw-Fahrten problemlos machbar sind. Die eigentliche Hürde für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist daher nicht die Infrastruktur, sondern verlässlich günstige und nachvollziehbare Ladepreise sowie kleine und mittelgroße E-Autos im Gebrauchtwagenmarkt.

 

Transparente und faire Ladepreise im In- und Ausland nötig

Hierzu erklärt Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE: „Wer sein E-Auto öffentlich lädt, muss auf einen Blick erkennen können, was der Ladevorgang kostet. Wir brauchen transparente und vergleichbare Preise, einheitliche Tarifstrukturen und eine verpflichtende Preisanzeige direkt an der Ladesäule – so selbstverständlich, wie es Autofahrerinnen und Autofahrer von Tankstellen kennen. Auch beim Laden über Anbietergrenzen hinweg müssen die Preise angemessen und klar sein. Beim Einsatz einer Ladekarte an einer fremden Ladesäule dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mit schwer nachvollziehbaren Preisaufschlägen konfrontiert werden. Einfaches und faires Roaming würde die Elektromobilität deutlich attraktiver machen – in Deutschland ebenso wie auf Reisen ins Ausland.“

 

Bis zu über 1.000 Euro Einsparpotenzial mit einem E-Auto

Neben der technischen Reife lohnt sich der Umstieg auch finanziell, da das Laden im Regelfall deutlich günstiger ist als das Tanken von Benzin oder Diesel. Wer privat zu Hause laden kann, spart jährlich bis zu über 1.000 Euro und selbst an öffentlichen Säulen bleibt bei vertragsbasierten Tarifen ein klarer Kostenvorteil gegenüber fossilen Kraftstoffen bestehen.

 

Stefanie Langkamp, politische Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland,betont: „Der Wechsel zum E-Auto schont nicht nur den Geldbeutel der Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern hilft aktiv beim Klimaschutz. Statt auf Tankrabatt zu setzen und so weiterhin fossile Abhängigkeiten zu fördern, sollte die Bundesregierung den Fokus auf nachhaltige Lösungen legen – etwa auf den Aufbau eines Gebrauchtwagenmarkts für Elektrofahrzeuge. Denn dies wäre in Zeiten von hohen Spritpreisen ein echter Sparvorteil für die Bürgerinnen und Bürger. Bis zu über 1.000 Euro im Jahr können Menschen mit einem E-Auto sparen. Wenn wir die Kosten beim Laden reduzieren, schützen wir die Menschen vor der fossilen Preisfalle und treiben den Klimaschutz auf der Straße erfolgreich voran.“

 

Weitere Informationen:

>> Factsheet: Mythos Reichweitenangst – Ein Blick in den Rückspiegel 

>> ACE-Positionspapier: Energiekrise – Was jetzt zu tun ist!

>> E-Auto-Check vom ACE: Mit 7 Fragen zur groben Orientierung – Könnte sich ein E-Auto für mich persönlich lohnen? 

 

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