ACE begrüßt Kaufanreize für Elektroautos

Stuttgart (ACE) 26. April 2016 – Der ACE Auto Club Europa hat mit Wohlwollen auf Medienberichte reagiert, wonach die Bundesregierung noch heute Kaufprämien für Elektroautos beschließen möchte.
 
Der Vorsitzende des Clubs, Stefan Heimlich, sagte am Dienstag in Stuttgart: „Lange haben wir dafür gekämpft, nun scheint bei der Bundesregierung endlich der Groschen gefallen zu sein: Es ist doch klar, dass eine neue Technologie in der Anfangsphase Unterstützung braucht. Bei den Autofahrer registrieren wir ein stetig wachsendes Interesse an Elektromobilität – jedoch sind die Elektroautos für viele noch zu teuer. Wenn die Bundesregierung jetzt endlich die Eckpunkte unserer Forderungen umsetzt und sowohl eine Kaufprämie einführt als auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorantreibt, wird das die Entwicklung der Elektromobilität nachhaltig prägen.

Denn 5.000 Euro können für viele potenziellen Käufer entscheidend sein – gerade bei Kleinwagen und in der Kompaktklasse. Deshalb finden wir es auch gut, dass unsere Forderung nach einer Obergrenze offenbar ebenfalls Gefallen gefunden hat. Denn weder Luxuslimousinen noch Sportwagen brauchen Kaufzuschüsse. Wichtig ist vielmehr, dass das Geld bei Pendlern und im Alltag ankommt, dann sind die Finanzmittel bestmöglich eingesetzt. Wichtig ist dieser Schritt auch mit Blick auf die Umwelt- und Gesundheitsbelastung in den Innenstädten. Wenn die Bundesregierung es allerdings ernst mit der Verkehrswende meint, sollte sie auch eine Förderung von Pedelecs und E-Bikes ins Auge fassen. Das würde sich insbesondere im Stadtverkehr positiv auswirken und Staus sowie die damit verbundenen unnötigen Emissionen vermeiden."
 
Der ACE fordert seit langer Zeit eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro: Sie soll für Privatkunden bei der Anschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs oder Plug-In-Hybrids mit einer Mindestreichweite von 50 Kilometern ausgeschüttet werden. Kaufanreize sollen aus Sicht des ACE nur bei Fahrzeugen bis zu einem Listenpreis von maximal 50.000 Euro gewährt werden; die Anschaffung eines Elektro-Zweirads soll mit bis zu 500 Euro gefördert werden. Darüber hinaus plädiert der ACE für Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Gewerbekunden: Der ACE fordert im gewerblichen Bereich eine nach Jahren gestaffelte Sonderabschreibung, um Unternehmen auf diese Weise vom Kauf von Elektrofahrzeugen zu überzeugen und damit mittelfristig einen Gebrauchtwagenmarkt zu schaffen. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur fordert der ACE vereinheitlichte Ladesystemen sowie eine vereinfachte Bezahlung der Ladevorgänge per EC-Karte. Das ACE-Positionspapier „Elektromobilität in Deutschland: Mit intelligenter Förderung zum Erfolg" findet sich hier.


Der ACE Auto Club Europa ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC), www.eac-web.eu