BEPREISUNG VON EMISSIONEN

CO2-Emissionen des Verkehrs

In Deutschland sind im Jahr 2019 die CO2-Emissionen des Verkehrs im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und liegen über denen des Vergleichsjahrs 1990. Zwar kamen sparsamere Fahrzeuge auf den Markt. Aber gleichzeitig nahm auch der Kfz-Bestand zu, so dass schlussendlich mehr Benzin und Diesel verbraucht wurde. Für das Erreichen der klimapolitischen Ziele braucht es wirksame Steuerungsmittel zugunsten emissionsfreier Antriebe. Weltweit gibt es zurzeit rund 70 verschiedene Modelle, wie eine Bepreisung von CO2 ausgestaltet sein kann.

CO2-Preis

Seit dem 01.01.2021 werden in Deutschland fossile Brennstoffemissionen, u.a. für den Verkehr, mit einem CO2-Preis belegt. Öl und Diesel verteuern sich damit um 7,9 Cent pro Liter, Benzin um 7 Cent pro Liter und Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Grundlage ist das Erste Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes.


CO2 einzusparen, ist für die Autofahrerinnen und -fahrer nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes erstrebenswert. Auch auf den persönlichen Geldbeutel wirkt es sich positiv aus.

Denn je weniger Kraftstoff ein Fahrzeug verbraucht, desto weniger CO2 emittiert es und die Betriebskosten sind geringer. Auch die Kfz-Steuer orientiert sich künftig an den Emissionen eines Fahrzeuges.

CO2 einzusparen ist demnach gut für das Klima und den persönlichen Haushalt.


Der ACE fordert: In einer Zeit, in der die Verkehrswende fortgeschritten ist, soll(en)

- eine Bepreisung von CO2 eingeführt worden sein, die sozial gerecht ausgestaltet ist:


  • die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung dürfen nicht im Staatshaushalt verbleiben, sondern müssen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (bspw. Anreize, in CO2-arme Technologien zu investieren) eingesetzt werden,

  • Ziel einer Bepreisung muss die Reduzierung des CO2-Ausstoßes sein, nicht das Generieren von Mehreinnahmen für den Staat,
  • profitieren muss dabei derjenige, der CO2 einspart,
  • nur so können für Privatpersonen und Betriebe ausreichende Anreize geschaffen werden, ihre Mobilität klimaneutraler zu gestalten,
  • dabei muss darauf geachtet werden, dass kleine und mittlere Einkommen nicht stärker belastet werden;

- die Bepreisung von CO2 für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und klar verständlich sein, damit sie sowohl die konkreten Be- und Entlastungen in der Zukunft einkalkulieren als auch ihre Kauf- und Mobilitätsentscheidungen danach ausrichten können;

- eine Neuordnung der Kfz-Steuer erfolgt sein:

  • dabei sollte man sich vollständig an den bei der Herstellung und Nutzung des Fahrzeugs verursachten Umweltbelastungen orientiert haben,
  • das würde einen starken Anreiz für den Kauf von emissionsarmen Fahrzeugen setzen;

- fossile Kraftstoffe nicht mehr staatlich subventioniert werden.