- Fahrzeug und Ausrüstung eingehend inspizieren
- Lange Touren zum Saisonbeginn vermeiden, regelmäßig Pausen machen
- Mit Schlaglöchern, Streusalzresten und nasser Fahrbahn rechnen
Berlin (ACE) – Die Motorradsaison ist eröffnet: Im April starten besonders viele Bikerinnen und Biker mit neuem Saisonkennzeichen ihre erste Motorradtour des Jahres. Der ACE, Europas Mobilitätsbegleiter, gibt Tipps, wie sie nach der Winterpause sicher unterwegs sind, damit der Fahrspaß im Frühling nicht zu kurz kommt.
Motorrad technisch checken
Nach einer längeren Winterpause empfiehlt sich ein kurzer technischer Rundum-Check der Maschine. Besonders die Batterie leidet oft unter monatelanger Standzeit und Kälte – sie sollte vor der ersten Fahrt geladen werden, sofern zu Hause die Möglichkeit besteht. Ein mobiler Starthilfe-Booster kann im Ernstfall helfen: Nicht nur beim Start zu Hause, sondern auch wenn nach der ersten Pause die Maschine aufgrund einer defekten Batterie nicht mehr anspringen sollte. Auch der erste Startvorgang kann bei älteren Maschinen mehr Strom ziehen. Deshalb gilt es nach dem Anlassen etwas länger zu fahren, damit die Lichtmaschine die Batterie wieder aufladen kann. Ein weiteres Augenmerk gilt dem Kettenantrieb: Er sollte gut geschmiert und korrekt gespannt sein, da trockene oder falsch gespannte Ketten den Antrieb stark belasten können. Auch die Reifen verdienen einen prüfenden Blick – hier gilt es, Luftdruck, Profil und Zustand zu kontrollieren, denn sprödes Gummi oder zu wenig Luft reduzieren den Grip und können gefährlich werden. Nicht zuletzt sollten Bremsscheiben auf Rost geprüft und bei der ersten Fahrt mit sanften Bremsübungen „freigebremst“ werden. Auch die Beleuchtung ist nicht zu vergessen: Licht, Blinker und Bremslichter sollten vor der ersten Fahrt auf ihre Funktion geprüft werden.
Viele Werkstätten bieten auch einen Frühlingscheck an, um Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit sowie die Kette überprüfen zu lassen. Bei Unsicherheiten bezüglich notwendiger Reparaturen ist es immer ratsam, eine Werkstatt aufzusuchen. Achtung: Der Werkstattbesuch darf nur mit einem gültigen Kennzeichen erfolgen.
Helm und Co. gründlich prüfen
Vor der ersten Fahrt der Saison sollten neben dem Motorrad auch die Schutzausrüstung einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Wenn zum Beispiel reflektierende Streifen verblasst oder Nähte beschädigt sind. Besonders der Helm sollte gründlich inspiziert werden: Die Außenschale sollte frei von Rissen sein und die Polsterung noch intakt – beides sichert die Schutzwirkung bei einem Sturz. Ist der Helm sichtbar beschädigt, zu alt oder wurde er einmal fallen gelassen, empfiehlt sich ein Austausch. Auch ein verkratztes Visier kann bei tief stehender Sonne und entgegenkommendem Verkehr bei Dunkelheit blenden und so das Unfallrisiko erhöhen. Nur eine funktionstüchtige Ausrüstung sorgt für echte Sicherheit auf zwei Rädern.
Körperlich und mental vorbereiten
Auch die eigene körperliche Verfassung sollte nicht zu kurz kommen: Es ist nicht ratsam, eine Motorradtour mit leerem Magen oder durstig zu beginnen. Eine ausgewogene, leichte Mahlzeit und ausreichend Flüssigkeit schaffen eine gute Grundlage für eine konzentrierte Fahrt. Dehn- und Streckübungen vor der Fahrt können Verletzungen vorbeugen. Besonders zu Saisonbeginn ist es besser, zunächst keine langen Strecken zu fahren. Stattdessen sollte man mit mehreren kurzen Touren starten und regelmäßige Pausen einplanen, um sich langsam wieder an das Fahren auf dem Motorrad zu gewöhnen. Bestenfalls dreht man zunächst in einem sicheren Umfeld, zum Beispiel auf einem Verkehrsübungsplatz, ein paar Runden. Bereits wenige Minuten, in denen Bremsen und Wenden geübt werden, können das Gefühl für das Motorrad deutlich verbessern.
Konzentriert und vorsichtig fahren
Fahrroutine muss erst wieder aufgebaut werden – das gilt auch, wenn das Zusammenspiel zwischen Fahrerin oder Fahrer und Maschine schnell wieder gut zu funktionieren scheint. Zum Saisonbeginn empfiehlt es sich deshalb, besonders vorsichtig, vorausschauend und defensiv zu fahren: In Kurven sollte die Schräglage minimiert werden, längere Bremswege sind einzuplanen und ein größerer Sicherheitsabstand ist zu empfehlen. Dies gilt nicht zuletzt, weil im Frühling erschwerte Fahrbedingungen herrschen: Schlaglöcher, Streusalzreste und nasse Fahrbahnen können einem auf jeder Tour begegnen. Zudem ist damit zu rechnen, dass sich andere Verkehrsteilnehmende nach der Winterpause noch nicht wieder an den Umgang mit Motorrädern gewöhnt haben und sie leichter übersehen. Hier kann Schutzkleidung in auffälligen oder kontrastreichen Farben helfen. Auch leichte Pendelbewegungen verbessern die eigene Sichtbarkeit – allerdings nur dezent, sonst steigt das Sturzrisiko.
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