Mit dem Frühjahrs-Check in die Radsaison starten

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen – Spätestens im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen und der letzte Schnee getaut ist, steht für viele der Wechsel auf Fahrrad und Pedelec an. Wer plant, sich nach der Winterpause erstmalig auf den Sattel zu schwingen, sollte sein Zweirad – ob mit oder ohne Elektro-Unterstützung – zugunsten von Sicherheit und Fahrspaß zunächst einem gründlichen Frühjahrs-Check unterziehen. Der ACE gibt dazu folgende Tipps.

1. Gründlich reinigen

Nach Monaten im Keller kommt ein Frühjahrsputz nicht nur der Optik des Rades, sondern auch der Fahrsicherheit zugute. Für die Reinigung eignen sich Bürste, Schwamm und Zahnbürste sowie etwas Spülmittel. Ungeeignet sind hingegen Hochdruckreiniger. Durch sie kann Wasser dorthin geraten, wo es nicht wieder entweichen kann – Rost droht!

2. Schrauben nachziehen und Kette schmieren

Für ein sicheres Fahrgefühl ist das Überprüfen aller Schraubverbindungen Pflicht. Sitzen Schrauben nicht fest, ist es an der Zeit, sie nachzuziehen. Sicheres Fahren erfordert zudem eine intakte und gut geölte Kette. Hängt sie durch, benötigt sie zunächst neue Spannung. Damit sie reibungslos läuft, ist es ratsam, die einzelnen Kettenglieder mit einer Bürste oder einem trockenen Tuch zu reinigen und anschließend mit etwas Fahrrad- oder Motoröl zu benetzen.

3. Reifen prüfen

Damit alles rund läuft und kein Rollwiderstand herrscht, müssen Fahrradreifen frei von Rissen und gut gefüllt sein. Finden sich beispielsweise auf der Reifenflanke Risse oder ist das Profil sichtbar abgefahren, müssen Ersatzreifen her. Der ideale Luftdruck lässt sich auf dem Reifen ablesen. Generell gilt: Lässt sich der Reifen mit dem Daumen eindrücken, muss nachgepumpt werden. Übrigens muss kein Loch am Druckverlust schuld sein – auch über die Zeit kann Luft entweichen. Nur wenn das Aufpumpen nichts nützt, heißt es Flicken oder Reifen wechseln.

4. Bremsen testen

Das Testen der Bremswirkung auf sicherem, möglichst unbefahrenem Gelände ist nach dem Winter ein Muss. Kommt das Rad bei Betätigung nicht unmittelbar zum Stehen, sind die Bremsen eventuell zu locker eingestellt. Nachjustieren funktioniert meist über die Stellschraube am Bremszug. Auch können die Bremsbeläge abgenutzt sein – dann gilt es, diese zu erneuern.

5. Klingel und Licht überprüfen

Im Straßenverkehr auf sich aufmerksam machen zu können, kann Leben retten. Eine gut vernehmbare Klingel und helles Licht am Fahrrad – und zwar vorne und hinten – sind unerlässlich. Wenn die Lampe nicht funktioniert, gilt es, Kabel und Steckverbindungen zu prüfen. Wer eine Neuanschaffung plant, sollte auf LED-Lampen setzen. Diese sind nicht nur heller, sondern halten auch länger. Außerdem müssen die Pedale mit Reflektoren bestückt sein.

Zusatztipps für Pedelec-Fahrer:


6. Akku checken

Auch wenn das E-Fahrrad im Winter seltener zum Einsatz kommt: Der Akku bedarf einer regelmäßigen Stromzufuhr, damit er seine Kapazität beibehält. Sollte letztere sich über den Winter verändert haben, empfiehlt sich eine Überprüfung im Fachhandel.

7. Anfahren üben

Selbst wer im letzten Sommer täglich gefahren ist, sollte nach der Winterpause ein paar Probe-Anfahrten machen, um sich wieder an die Motorunterstützung zu gewöhnen.

Fahr mit Herz!

Der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, appelliert gerade jetzt, wo wieder verschiedene Verkehrsteilnehmer auf die Straßen drängen, an die gegenseitige Rücksichtnahme: Wer anderen auch auf vollen Straßen mit Fairness und Respekt begegnet, leistet einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Miteinander.

 

Über den ACE Auto Club Europa e.V.:
Der ACE Auto Club Europa ist mit mehr als 630.000 Mitgliedern Deutschlands zweitgrößter Mobilitätsclub: Egal ob mit Auto, Bus, Bahn, Fahrrad, Flieger oder Motorrad unterwegs, als Mobilitätsbegleiter bietet der ACE jederzeit Schutz, damit es weitergeht. Kernleistung ist die Pannenhilfe.