Gut gedeichselt oder verfranzt?

Stuttgart (ACE) 14. Juli 2016 – Mit voller Pulle fahren wir ins Blaue und legen mitunter sogar noch einen Zahn zu. Viele Begriffe, die einst aus ganz anderen Bereichen stammten, gehören heute fest zum Wortschatz der automobilen Gesellschaft. Doch auch das Verkehrswesen hat Spuren in der deutschen Sprache hinterlassen. So können selbst Radfahrer auf den Holzweg geraten, wenn sie sich verfranzen.

Der ACE Auto Club Europa hat mehr als 20 Redewendungen und Begriffe zusammengestellt, die entweder aus dem Fahrzeugsektor stammen oder mittlerweile auch dort Verwendung finden. Herausgekommen ist ein illustrer Streifzug in die jüngere und ältere Geschichte, als Kavaliere noch auf Pferden saßen und mit der Droschke Schlitten gefahren wurde. Viele der noch heute gebräuchlichen Ausdrücke stammen ursprünglich aus der Zeit der Kutschen und Pferdefuhrwerke, manche von ihnen werden heutzutage in ganz anderen Zusammenhang gebraucht als früher.

Wortwörtlich: Einen Zahn zulegen

 © ACE/Bartmus

Dabei zeigt sich, dass Verkehr – ob zu Lande oder zur See – mitsamt seinen Begrifflichkeiten beileibe keine innerdeutsche Angelegenheit war. Die christliche Seefahrt steuerte ebenso wie Feldzüge Begriffe aus dem Holländischen, Englischen und Französischen bei. Die ältesten Ausdrücke lassen sich bis ins Altertum zurückverfolgen.

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