Ferientrend Wintercamping - Stressfrei unterwegs mit Caravan und Wohnmobil

Winter-Camping

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Berlin (ACE)  – Auch während der Winterferien verbringen viele Urlauber ihre freien Tage beim Camping. Denn Campen beschränkt sich schon seit längerem nicht mehr ausschließlich auf frühlingshaft bis herbstlich wärmere Monate. Stattdessen ist Winter-Campen in Skigebieten und winterlichen Wanderregionen zu einer beliebten Alternative zum Urlaub im Hotel geworden. Die Zahl der Winter-Camper stieg in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich an. Längst haben die meisten Top-Wintersportorte auch Camping im Angebot, meist nah an der Piste. Das Schöne daran: Die Talabfahrt kann so direkt vor der Wohnmobiltür enden.
Doch Frost gibt es oft nicht ganz ohne Frust. Beispielsweise kann mit der Heizungs-App von unterwegs das Wohnmobil per Smartphone auf die Wunschtemperatur programmiert werden. Aber nicht überall gibt es ein flächendeckendes Mobilfunknetz, so dass man nicht immer verlässlich vorheizen kann. Deshalb empfiehlt der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub eine gründliche Vorbereitung, um auch bei Kälte und Schnee nicht auf Komfort verzichten zu müssen und keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Der ACE gibt die wichtigsten Tipps zum Wintercamping:

Tipp 1: Stellplatz
Schnee- und eisfreien Stellplatz suchen. Ist der Untergrund uneben oder nicht ausreichend befestigt, können sich Caravan und Wohnmobil bei einsetzendem Tauwetter oder Regen unangenehm neigen. Deshalb müssen Deichselrad und Hubstützen mit ausreichend großen und stabilen Brettern gestützt werden, um so das Einsinken in aufgeweichtem Boden zu verhindern. Nach dem Aufbocken empfiehlt es sich, die Handbremse zu lösen, so friert sie nicht fest. Zusätzlich schützt eine Plastiktüte über dem Handbremshebel gegen Vereisung durch gefrierenden Regen. Zusatztipp:  Vor allem beliebte Winter-Campingplätze in den Bergen sind früh ausgebucht. Also möglichst rechtzeitig reservieren, damit der Stellplatz sicher ist.

Tipp 2: Stromversorgung und Gasanlage
Stromkabel müssen unbedingt so verlegt werden, dass sie weder am Boden festfrieren noch vom Schneepflug beschädigt werden können. Bei der Gasanlage auf einen hohen Propananteil achten. Im Winter ist das wichtig, da Butan bei Frost von gasförmig zu flüssig wechselt. Camping-Lifehack: Bei der Entsorgung von Abwasser kann man sich die Minusgrade zu eigen machen: Ein konischer Eimer unter dem Abwasserabfluss erleichtert die Entsorgung des Abwassers als Eisblock.

Tipp 3: Tägliches
Auch im Urlaub muss Schnee geschaufelt und auf sorgfältiges Lüften geachtet werden: Dach und Vorzelt müssen regelmäßig von Schnee befreit werden, denn nasser Schnee kann schnell zu tonnenschwerer Last werden. Be- und Entlüftungsöffnungen – vor allem für die Heizung – dürfen nicht zuschneien, andererseits isoliert eine dünne Pulverschneeschicht. Zur besseren Luftzirkulation empfiehlt es sich, die Dachluke einen Spalt breit aufzulassen.

Tipp 4: An- und Abreise
Bevor es mit Camper oder Wohnmobil losgeht, müssen Schnee- oder Eisplatten vom Dach entfernt werden, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. An die Räder von Zugfahrzeug und Reisemobil gehören hochwertige Winterreifen mit mindestens vier Millimeter Profil. Geht es in die Berge, Schneeketten nicht vergessen und vor der Fahrt probehalber montieren.

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