Erstes Hardware-Nachrüstsystem für Diesel

ACE fordert zügige Betriebserlaubnis weiterer Nachrüstsysteme für alle betroffenen älteren Diesel

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die erste Allgemeine Betriebserlaubnis zur Nachrüstung älterer Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 erteilt – für ein System des Anbieters Dr Pley für Volvo-Modelle. Der ACE begrüßt die lange geforderte erste Genehmigung der nachweislich effektiven Nachrüstsysteme. Im Hinblick auf weitere Fahrverbotsurteile, die schon Ende Juli in Nordrhein-Westfalen drohen, fordert der zweitgrößte Autoclub Deutschlands die schnellstmögliche Zulassung weiterer Nachrüstsets. Diese liegen dem KBA teilweise bereits zur Prüfung vor. In Ergänzung zu lokalen Maßnahmen zur Luftverbesserung ist die Hardware-Nachrüstung der entscheidende Hebel.

Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE: „Ein kleiner, wegweisender Schritt ist getan. Es ist jedoch keine Zeit, sich auf der ersten Genehmigung eines Nachrüstsystems auszuruhen, das nur einzelne Diesel-Fahrzeugmodelle sauber macht. Im Sinne der Luftreinhaltung müssen alle betroffenen Fahrzeuge nachgerüstet werden. Kürzlich erlassene Fahrverbote in Berlin und drohende Fahreinschränkungen in NRW belegen: Wenn das KBA bremst, dann auf Kosten der Verbraucher!“

Aus Sicht des ACE muss die Entschädigung betrogener Dieselfahrer auch noch erheblich weiter reichen: „Die Autohersteller müssen die Kosten für die Nachrüstung vollständig übernehmen und damit betroffene Verbraucher für den Wertverlust ihres Pkw entschädigen. Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass es die Hersteller waren, die dreckige Diesel als sauber verkauft haben“, sagt Stefan Heimlich.

Bundesweit geht es um sechs Millionen Fahrzeuge mit der Euro-5-Norm. Bisher haben nur wenige Autohersteller zugesagt, Diesel-Fahrzeugbesitzer zu unterstützen – und das auch nur mit bis zu 3.000 Euro in den sogenannten Intensivstädten – also Städten mit besonders hoher Luftbelastung.

 

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