24.05.2023

E-Autos batterieschonend laden und Reichweite erhalten

© ACE LENKRAD/Tschovikov

Berlin (ACE) – Bestimmte Ladegewohnheiten können dazu führen, dass auf Dauer die Reichweite des E-Autos schneller sinkt. Dem Reichweitenverlust kann man jedoch vorbeugen: Der ACE, Europas Mobilitätsbegleiter, gibt Tipps für einen schonenden Umgang mit dem Akku – im Sinne der Batteriegesundheit und für eine anhaltend hohe Reichweite mit dem E-Auto.

 

Niemals Tiefentladung riskieren

Der Ratschlag, Akkus vor dem Laden möglichst komplett zu entleeren, ist zwar geläufig aber veraltet: Ein Kapazitätsverlust, der durch frühzeitiges Aufladen verursacht wird – der sogenannte Memory-Effekt – tritt bei den in E-Autos verbauten Akkus nicht auf. Stattdessen gilt für Elektroautos: Den Akku nie ganz leer fahren. Auch sollte das E-Auto nie fast entladen abgestellt und dann womöglich mehrere Tage nicht bewegt werden. Sonst riskiert man eine sogenannte Tiefentladung, denn die Batterie entlädt sich mit der Zeit selbst. Je tiefer der Akkustand und je länger das Auto entladen steht, desto größer ist die Gefahr eines Schadens am Akku.  Bei mittlerer Ladung von etwa 50 bis 60 Prozent kann das Auto bedenkenlos für längere Zeit abgestellt werden.

 

Vollständiges Aufladen vermeiden

Für eine lange Haltbarkeit des E-Auto-Akkus empfiehlt es sich, die Batterie im Alltag nicht über 80 Prozent zu laden – zumindest, wenn das Auto nicht für Langstrecken genutzt wird. Sind doch mal 100 Prozent der Reichweite erforderlich, sollte möglichst zeitnah nach dem Vollladen losgefahren werden. ACE-Tipp: In der Regel verfügen Elektroautos über Ladetimer, die zu einer akkuschonenden Nutzung beitragen. Dadurch lässt sich direkt im Auto oder per App beispielsweise einstellen, dass das Fahrzeug morgens um 08:00 Uhr über genau 80 Prozent Ladung verfügen soll.

 

Öfter langsam laden

Langsames Laden ist batteriefreundlicher. Besteht also keine Notwendigkeit, den Akku möglichst schnell wieder aufzuladen, sind Schnellladesäulen zu meiden. Ladepunkte zum Schnell- oder Ultraschnellladen sind in der Routenplanung häufig mit dem Kürzel “DC” versehen. Das Wechselstromladen – an Wallboxen und öffentlichen Ladepunkten mit der Kennzeichnung ”AC” – ist langsamer und akkuschonender als das schnellere Gleichstromladen.  

Mit dem Notladekabel zu laden ist zwar langsam und schonend, bringt aber hohe Ladeverluste mit sich und sollte deshalb möglichst vermieden werden. Hinweis: Auch langsames Fahren schont den Akku: Weil starkes Beschleunigen und längere Fahrten mit „Vollgas“ den Akku strapazieren, trägt eine möglichst gleichmäßige Fahrweise zu einer höheren Akku-Lebensdauer bei.

 

Extreme Temperaturen meiden

Egal ob zu heiß oder zu kalt – extreme Umgebungstemperaturen sind für den Akku nicht zuträglich. Wenn möglich gilt es deshalb, im Sommer im Schatten und im Winter in der Garage zu parken und zu laden. Bei Kälte ist zudem das Laden direkt nach der Fahrt zu empfehlen. Denn wenn der Akku bereits von der Fahrt warm ist, ist der Ladevorgang nicht nur schneller, sondern auch schonender.

 

Weitere Informationen

>> Ratgeber: E-Auto fahren und nutzen

>> Ratgeber: Direktionales Laden – So funktioniert das E-Auto als Stromspeicher

>> Gebrauchte E-Autos: Batteriegesundheit vor dem Kauf unbedingt überprüfen

 

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