30.04.2020

Autogipfel sollte Mobilitätsprämie für alle beschließen

Kluge Förderinstrumente statt Fehlanreize

Berlin (ACE) – Für den am 05. Mai stattfindenden Autogipfel bei der Bundeskanzlerin fordert der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, die Einführung einer Mobilitätsprämie für alle. Diese soll die coronabedingten Ausfälle in mehreren Verkehrsbereichen ausgleichen und nicht nur der Automobilindustrie zu Gute kommen. Das heißt in aller Deutlichkeit, die Mobilitätsprämie soll neben Kaufanreizen für E-Autos auch für E-Bikes oder Bahn-Abos gelten.

Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE, macht deutlich: „Aus Sicht des ACE ist ein Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft notwendig. Der auf Druck der Autoindustrie arrangierte Autogipfel am 05. Mai darf jedoch nicht nur kurzsichtig das Auto im Blick haben. Die Bundesregierung muss die nachhaltige Mobilität der Menschen insgesamt fördern. Dazu müssen auch andere Verkehrsmittel als das Auto durch Förderung attraktiver werden.“

Fehlanreize vermeiden

Der ACE mahnt darüber hinaus, Fehlanreize unbedingt zu vermeiden. Stefan Heimlich erklärt dazu: „So wichtig das Auto für die Wertschöpfung ist: Durch Fehlanreize Staus und Lärm in den Städten zu produzieren und Pendlerströme weiter anschwellen zu lassen, ist der falsche Weg. Die Anreize müssen so ausgestaltet sein, dass sie einen gesunden Verkehrsmix mit Bussen, Bahnen und Fahrrad fördern“, so Heimlich weiter.

Eine reine Abwrackprämie kommt für den ACE nicht in Betracht. Stattdessen müssten die Mehrkosten von emissionsarmen oder elektrisch angetrieben Fahrzeugen durch eine gezielte Förderung ausgeglichen werden. Außerdem braucht es einen Deckel gegenüber teuren Fahrzeugen, um Autos, die die meisten Menschen auch bezahlen können, zu fördern. Für den ACE wären 40.000 € eine denkbare Grenze.
      

Über den ACE Auto Club Europa e.V.:
Der ACE Auto Club Europa ist Mobilitätsbegleiter aller modernen mobilen Menschen. Wir bieten unseren über 630.000 Mitgliedern klare Orientierung, sichere Hilfe und zuverlässige Lösungen. Die Kernthemen des Clubs sind die klassische Pannen- und Unfallhilfe sowie Verkehrssicherheit, Elektromobilität, neue Mobilitätsformen und Verbraucherschutz.

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