Arktische Kälte – Autobatterie vor dem Kältetod schützen

Stuttgart (ACE) 5. Januar 2017 – Der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, hat Autofahrer aufgerufen, sie sollten alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um in den kommenden Tagen nicht wegen einer leeren Batterie liegen zu bleiben. Dazu zählt, die Starterbatterie zu prüfen oder in einer Werkstatt prüfen zu lassen und altersschwache Autobatterien schnellstmöglich auszutauschen. „Gerade angezählten Aggregaten kann das Sturmtief Axel wohl den Rest geben“, warnte der ACE am Donnerstag in Stuttgart. Batterien, die nach dem Aufladen schnell wieder ihre Energie verlieren, sollten schnell gegen eine neue ausgetauscht werden.

Außerdem rät der ACE, den Gebrauch von Stromfressern nach Möglichkeit einzuschränken. Strapaziert würden die Batterien beispielsweise durch die Heckscheiben- oder Sitzheizung und das Gebläse. Besonders gefährdet, nach einer kalten Nacht liegen zu bleiben, sind laut ACE „Laternenparker“, also diejenigen Autofahrer, die keine Garage oder keinen Tiefgaragenplatz zur Verfügung haben. Sie sollten nach Möglichkeit zumindest einen windgeschützten Parkplatz suchen. Autofahrern, die ihre Garage verbotener Weise als Stauraum nutzen, rät der ACE, den beliebten Neujahrs-Vorsatz „Ordnung schaffen“ in die Realität umsetzen und Platz für das Auto zu schaffen.

Falls es nach einer der bevorstehenden kalten Nächte zu massenhaften Schwächeanfällen von Autobatterien kommen sollte, sind Verzögerungen bei der von Autoclubs angebotenen Starthilfen nicht auszuschließen, betont der ACE. Er rät ersatzweise zur Nachbarschaftshilfe und beschreibt, wie eine Starthilfe auch von Laien praktiziert werden kann.

ACE-Tipps für Starthilfe

  • Rangieren Sie das Spenderauto möglichst nah an das Empfängerauto, achten Sie aber darauf, dass sich die Autos nicht berühren. Schalten Sie beide Zündungen aus!
  • Schließen Sie dann ein Ende des roten Kabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie an. Einige Autos haben auch einen mit (+) gekennzeichneten Anschluss.
  • Danach schließen Sie das andere Ende des roten Starthilfekabels an dem Pluspol (+) des Spenderautos an.
  • Im nächsten Schritt klemmen Sie das schwarze Kabel an den Minuspol (-) der Batterie beziehungsweise einen extra dafür vorgesehenen Massepunkt des Spenderautos.
  • Dann verbinden Sie das freie Ende des schwarzen Kabels mit dem hilfsbedürftigen Auto. Idealerweise an den dafür vorgesehenen Massepunkt. Bei direkter Verbindung mit der leeren Batterie besteht Explosionsgefahr durch Funkenflug!
  • Erst jetzt wird der Motor des Spenderfahrzeugs gestartet! Lassen Sie diesen zunächst einige Minuten laufen.
  • Nach einigen Minuten können Sie versuchen, das Auto mit der entladenen Batterie zu starten. Wenn der Motor nicht sofort anspringt, warten Sie bis zum nächsten Startversuch erneut einige Minuten.
  • War der Startversuch erfolgreich, wird das Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge demontiert – beginnen Sie mit dem schwarzen Kabel am hilfsbedürftigen Auto.
  • Lassen Sie den Motor des hilfsbedürftigen Autos mindestens 30 Minuten laufen, damit die Batterie einen ausreichenden Ladestand erreichen kann.

 

>> Pressefoto: ACE-Pannendienst: Starthilfe

 

Der ACE Auto Club Europa ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC), www.eac-web.eu