07.12.2020

ACE-Test deckt auf: Mangelware Lkw-Parkplätze

Forderung nach mehr Stellplätzen und Info-App zur Parkplatz-Belegung

Berlin (ACE)  – Im Rahmen eines Tests entlang der Autobahnen in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat der ACE Auto Club Europa, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, die Parksituation für Lkw auf insgesamt 109 Raststätten und Rastplätzen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Testaktion ist alarmierend: Beinahe überall sind Parkplätze für Lkw Mangelware, falsch abgestellte Lastfahrzeuge verdecken Verkehrsschilder und verengen Ein- und Ausfahrten von Raststätten und Rastplätzen. Der ACE fordert deshalb den Ausbau von geeigneten, gut ausgestatteten Lkw-Parkplätzen an Raststätten und Rastplätzen. Eine Info-App soll über die Belegungssituation von Lkw-Parkplätzen informieren, um Fahrten und das verkehrssichere Parken planbarer zu machen.

„Es gibt zu wenige Lkw-Parkplätze entlang der Autobahnen und es fehlen Vorab-Informationen, wo diese verfügbar sind“, bringt Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE, das Testergebnis auf den Punkt. Er führt fort: „Von 43 Raststätten, die unsere ehrenamtlich Engagierten in Nordrhein-Westfalen überprüft haben, waren 37 völlig überfüllt. Viele Lkw-Fahrende finden keine regulären Parkplätze und sind gezwungen, ihre Fahrzeuge auf anderen freien Flächen abzustellen. Der Bund ist gefordert:Es müssen ausreichend Parkplätze sowie eigene Sanitär- und Aufenthaltsräume für die Fahrerinnen und Fahrer zur Verfügung stehen. Ebenso erforderlich ist die digitale Erfassung der Parkbelegung, die den Fahrerinnen und Fahrern per Info-App zur Verfügung gestellt wird.“

Auf den getesteten 109 Anlagen zählte der ACE während seines Tests an einem Abend insgesamt 931 falsch geparkte Lkw, davon 780 allein auf 43 Raststätten. Viele der Raststätten sind laut ACE zudem in der Befahrung sehr unübersichtlich und schlecht beschildert. Auch gibt es keine vor der Einfahrt verfügbaren Informationen über den Belegungsstand der Lkw-Parkplätze. „Dies führt dazu, dass Lkw einen Rastplatz oder eine Raststätte anfahren müssen, um herauszufinden, ob noch ein Stellplatz frei ist. Das kostet die Brummi-Fahrerinnen und -Fahrer wertvolle Zeit und Nerven“, erklärt Stefan Heimlich.

Neben Raststätten waren auch Rastplätze, die im Gegensatz zu Raststätten nicht mit Tankstellen oder anderen Dienstleistungsbetrieben ausgestattet sind, Teil des ACE-Tests. Es wurden zwar seltener Überfüllungen festgestellt, jedoch verfügten fast die Hälfte der 66 geprüften Anlagen nicht über Sanitäreinrichtungen. Die Rastplätze waren zudem meist nur spärlich beleuchtet und boten nur wenigen Lkw Platz.

 

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