ACE fordert Kaufanreize und den Ausbau der Ladeinfrastruktur

Stuttgart (ACE) 2. Februar 2016 – Der ACE Auto Club Europa fordert von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu Kaufanreizen und fordert sie auf, die nötigen Mittel für den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur bereitzustellen.
Der Vorsitzende des Clubs, Stefan Heimlich, sagte am Dienstag in Stuttgart: „Wir müssen über das Henne-Ei-Problem hinwegkommen. Ohne den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur wird die Bundesregierung ihr Ziel von einer Million Elektroautos nicht erreichen. Dabei geht es aber nicht nur um das politische Ziel – vielmehr drängt jetzt die Zeit; das zeigt die Luftbelastung in den Innenstädten."

Aus ACE-Sicht muss die Bundesregierung jetzt schnell ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen. Dieses sollte aus Kaufanreizen für Privatpersonen, Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Gewerbekunden und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur bestehen. Als sinnvoll erachtet der ACE-Vorsitzende Stefan Heimlich auch Sonderabschreibungen für Ladesäulen auf Firmengeländen und das steuerfreie Aufladen privater Autos beim Arbeitgeber.
„Es darf nicht sein, dass sich nur Spitzenverdiener ein Elektroauto leisten können. Gerade für Normalverdiener und Pendler muss sich das Elektroauto gegenüber Dieseln oder Benziner rechnen. Nur so wird der Umstieg funktionieren", so Heimlich weiter.
 
Der ACE fordert ein intelligentes Gesamtpaket, das im Wesentlichen aus drei Komponenten besteht:

(1) Kaufanreize für Privatkunden: Der ACE fordert eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro für Privatkunden bei der Anschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs oder Plug-in-Hybrids mit einer Mindestreichweite von 50 Kilometern.
Diese Kaufanreize sollen nur bei Fahrzeugen bis zu einem Listenpreis von maximal 50.000 Euro gewährt werden; die Anschaffung eines Elektro-Zweirads soll mit bis zu 500 Euro gefördert werden.

(2) Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Gewerbekunden: Der ACE fordert im gewerblichen Bereich eine nach Jahren gestaffelte Sonderabschreibung, um Unternehmen auf diese Weise vom Kauf von Elektrofahrzeugen zu überzeugen und damit mittelfristig einen Gebrauchtwagenmarkt zu schaffen.

(3) Ausbau der Ladeinfrastruktur: Der ACE fordert einen flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur unter Berücksichtigung von vereinheitlichten Ladesystemen sowie eine vereinfachte Bezahlung der Ladevorgänge per EC-Karte.

Weitere Informationen zu den ACE-Forderungen befinden sich im ACE-Positionspapier zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland.