Berlin (ACE) 19. Januar 2026– Zum neuen Förderprogramm, das Bundesumweltminister Carsten Schneider heute vorgestellt hat, äußert sich der Vorsitzende des ACE Auto Club Europa, Sven-Peter Rudolph, wie folgt:
„Nach dem abrupten E-Auto-Förderstopp Ende 2023 war die Verunsicherung bei vielen Kaufinteressierten groß. Umso wichtiger ist es, dass es nun endlich wieder eine staatliche Förderung für Elektrofahrzeuge gibt, die rückwirkend zum 1. Januar 2026 gilt. Damit wird ein zentraler Hebel für den Hochlauf der Elektromobilität wieder aktiviert. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten Planungssicherheit, und auch der Markt kann verlässlich auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Allerdings bleibt die Bundesregierung an entscheidenden Stellen hinter den Erwartungen zurück. Dass es keine Preisobergrenze für förderfähige Fahrzeuge geben soll, ist aus unserer Sicht eine Fehlentscheidung. Ohne eine Deckelung würden vor allem hochpreisige Fahrzeuge verkauft – eine Begrenzung ist daher notwendig, um insbesondere den Absatz günstiger Modelle zu stärken. Wenn die Bundesregierung Elektromobilität wirklich in die Breite bringen will, muss sie gezielt bezahlbare Fahrzeuge fördern. Der ACE fordert daher, dass lediglich Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 35.000 Euro brutto gefördert werden.
Ebenso unverständlich ist der Ausschluss von Gebrauchtwagen. Gerade eine Prämie für junge E-Gebrauchte könnte vielen Haushalten den Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen. Für zahlreiche Menschen ist der Kauf eines Neuwagens schlicht nicht finanzierbar – sie werden mit der aktuellen Förderung außen vor gelassen.
Kritisch sehen wir außerdem, dass auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender förderfähig sein sollen. Diese Antriebe leisten nicht den gleichen Beitrag zum Klimaschutz wie reine batterieelektrische Fahrzeuge. Wenn der Hochlauf der Elektromobilität konsequent beschleunigt werden soll, sollte sich die Förderung klar auf emissionsfreie Fahrzeuge konzentrieren.
Entscheidend wird am Ende aber auch die Umsetzung sein. Die Förderung muss einfach, transparent und unbürokratisch beantragt werden können, und die Mittel müssen zügig ausgezahlt werden. Nur dann entfaltet die Maßnahme ihre volle Wirkung und kommt bei den Menschen tatsächlich an.
Unterm Strich gilt: Die Wiedereinführung der E-Auto-Förderung ist ein wichtiger Schritt – jetzt kommt es darauf an, ihn richtig auszugestalten. Für uns als ACE steht in erster Linie die Bezahlbarkeit von Mobilität insgesamt im Fokus – unabhängig von der gewählten Mobilitätsform.“
Weitere Informationen:
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