23.01.2026

E-Auto-Förderung: Welche Modelle es für wenig Geld gibt

© ACE LENKRAD/Tschovikov

Berlin (ACE) 23. Januar 2026Mit dem neuen, sozial gestaffelten Förderprogramm für E-Autos kehrt 2026 eine staatliche Unterstützung zurück, die vor allem Haushalten mit mittleren und niedrigeren Einkommen den Umstieg auf klimafreundlichere Fahrzeuge erleichtern soll. Gefördert werden nicht nur reine Elektroautos, sondern auch weitere Antriebsarten wie etwa Plug-in-Hybride. Durch die Kombination aus staatlicher Prämie und freiwilligem Herstellerboni sind derzeit je nach Modell und Ausstattung sogar vollelektrische Neuwagen für unter 6.000 Euro erhältlich. Der ACE Auto Club Europa zeigt, welche Modelle aktuell ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

 

Die eigenen Anforderungen kennen

Nicht jedes Elektroauto passt zu jedem Alltag, aber für viele Nutzungsprofile ist der Einstieg sehr gut machbar. Im Alltag fahren die meisten Menschen weniger als 40 Kilometer pro Tag. Für dieses Nutzungsprofil reicht ein kleiner Akku und eine geringe Ladeleistung oft aus. Der Ladeort bleibt dabei ein Schlüsselfaktor: Wer zu Hause oder günstig am Arbeitsplatz laden kann, spart am meisten Geld gegenüber Verbrennern und kommt im Alltag ganz ohne öffentliche Ladesäule aus. Muss überwiegend öffentlich geladen werden, bestimmen Tarife und Verfügbarkeit die Kosten deutlich mit, weshalb sich gerade bei regelmäßiger Nutzung ein Ladetarif mit Grundgebühr lohnen kann.

 

Gleichzeitig sollten zwei Punkte bei besonders günstigen Einstiegsmodellen nicht übersehen werden. Schnellladen ist nicht immer Serie, teils ist die Funktion nur gegen Aufpreis oder erst in höheren Ausstattungslinien verfügbar. Außerdem bieten die günstigen Einstiegsmodelle oft nur geringe Reichweiten, besonders im Winter. Je nach Fahrzeug und Nutzung, zum Beispiel bei einem hohen Anteil an Kurzstrecken, liegen die Reichweiten dann 30 bis 50 Prozent unter der offiziellen Angabe nach WLTP-Prüfnorm, wonach in einem einheitlichen Verfahren die Reichweite unter Laborbedingungen ermittelt wurde. Wer regelmäßig weitere Strecken fährt, sollte deshalb vor allem auf ausreichende Reichweite und eine vorhandene Schnellladefunktion achten. Viele sehr günstige Stadtmodelle sind für kurze Strecken ausgelegt und weniger für regelmäßige Fahrten über 200 Kilometer.

 

E-Autos für den kleinen Geldbeutel

Für den Stadtverkehr, kurze Pendelstrecken oder als Zweitwagen sind aktuell vor allem sechs Modelle besonders günstig: Dacia Spring, Citroën ë-C3, Leapmotor T03, BYD Dolphin Surf, Hyundai Inster und Fiat 500 oder Grande Panda. Sie punkten mit niedrigen Einstiegspreisen, kompakten Maßen und meist vier oder fünf Türen. Gleichzeitig bringen sie aber typische Einschränkungen für Elektro-Kleinstwagen mit: geringere Reichweiten, langsameres Laden und Schnellladen teils nur gegen Aufpreis oder in höheren Ausstattungslinien. Für die Stadt reicht das häufig aus, für regelmäßige Mittel- oder Langstrecken sind diese Fahrzeuge meist nur bedingt geeignet. Die preisliche Bandbreite innerhalb dieser Gruppe zeigt zugleich, wie stark Ausstattung und Konditionen den Endpreis beeinflussen:

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 

Endpreis ab

Hersteller-bonus (max.)

Staatliche Förderung (max.)

Listen-preis ab

Akku-größe

Ladeleis-tung

WLTP-Reichweite

 

Dacia Spring

5.900

5.000

6.000

16.900

26,8

3,7/

Aufpreis

221

 

Citroën    ë-C3

7.900

6.000

6.000

19.900

30,0

7,4/

Aufpreis

212

 

Leapmotor   T03

12.900

-

6.000

18.900

37,3

6,6/45

265

 

Fiat 500

18.990

-

6.000

24.990

21,3

11/50

190

 

Fiat Grande

Panda

18.990

-

6.000

24.990

43,8

11/100

320

 

 

Kompakte Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Besonders günstig sind aktuell auch die Kompaktklasse-Modelle von Citroen und VW: Citroën ë-C4 und VW ID.3 bilden eine Art Brücke zwischen günstigen Stadtstromern und größeren und langstreckentauglichen Modellen. Sie bieten spürbar mehr Platz und Komfort als die Kleinstwagenklasse und können je nach Fahrprofil bereits als familientauglicher Erstwagen funktionieren. Mit Renault R4, R5 und Leapmotor B10 gibt es mittlerweile, maximale staatliche Förderung vorausgesetzt, einige Modelle unter 25.000 Euro. Auch der Ford Puma Gen-E liegt nur knapp darüber.

 

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 

Endpreis ab

Hersteller-bonus (max.)

Staatliche Förderung (max.)

Listen-preis (ab)

Akku-größe

Ladelei-stung

WLTP-Reichweite

 

Citroën    ë-C4

19.900

6.000

6.000

31.900

45,0

11/100

354

 

Mini Cooper

21.200

-

6.000

27.200

36,6

11/75

300

 

Nissan Micra

21.990  

-

6.000

27.990

40,0

11/100

317

 

Renault R5

22.000

-

6.000

28.000

40,0

11/80

307

 

Opel Frontera

22.990

-

6.000

28.990

44,0

11/100

307

 

Renault R4

23.500

-

6.000

29.500

40,0

11/80

308

 

Mini Aceman

22.700

-

6.000

28.700

38,5

11/75

309

 

VW ID.3

23.330

4.000

6.000

33.300

52,0

7,2/145

388

 

Leapmotor B10

23.900

-

6.000

29.900

56,2

11/140

361

 

Ford Puma

Gen-E

25.900

5.000

6.000

36.900

43,0

11/100

376

 

 

Familientaugliche E-Autos mit Förderung schon für unter 30.000 Euro

Wer als Familie mehr Platz benötigt oder regelmäßig längere Strecken fährt, sollte andere Modelle in den Fokus nehmen: etwa Citroën ë-C5 Aircross, Ford Explorer, VW ID.4, Kia EV4 sowie Tesla Model 3 und Y. In dieser Fahrzeugklasse sind Reichweiten und Ladeleistungen in der Regel deutlich größer, die Einstiegspreise ohne Förderung mit etwa 40.000 bis 50.000 Euro jedoch ebenfalls. Je nach Förderung beginnen die Preise jetzt jedoch bereits unter 30.000 Euro. Da sie mehr Platz und Kofferraum bieten und für längere Strecken deutlich größere Reichweitenreserven haben sowie schneller Laden können, eignen sich diese Modelle als vollwertiger Erstwagen auch für Familien.

 

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 

Endpreis ab

Hersteller-bonus (max.)

Staatliche Förderung (max.)

Listen-preis ab

Akku-größe

Lade-leistung

WLTP-Reichweite

 

Togg T10F/T10X

28.295

-

6.000

34.295

52,4

11/180

335/314

 

Ford Explorer

28.900

5.000

6.000

39.900

52,0

11/145

378

 

VW ID.4

30.335

4.000

6.000

40.335

52,0

11/50

364

 

Citroën   ë-C5 Aircross

30.590

6.000

6.000

42.590

73,0

11/160

520

 

Tesla Model 3

30.990

-

6.000

36.990

60,0

11/170

520

 

Ford Capri

31.400

5.000

6.000

42.400

52,0

11/145

393

 

Kia EV4

31.590

-

6.000

37.590

58,3

11/101

440

 

Hyundai Kona

31.990

-

6.000

37.990

49,0

11/74

380

 

VW ID.5

32.970

4.000

6.000

42.970

52,0

11/145

371

 

Honda e:Ny1

32.990

-

6.000

38.990

62,8

11/78

412

 

Tesla Model Y

33.990

-

6.000

39.990

60,0

11/175

534

 

 

Kostenvergleich lohnt sich: E-Neuwagen teilweise günstiger als Verbrenner

Unterm Strich zeigt die neue Förderung vor allem eines: Ein vollelektrischer Neuwagen ist nicht mehr automatisch teuer oder teurer als ein Verbrenner. Das gilt zum Beispiel bei den vorgestellten Fahrzeugen für den Vergleich VW Golf und ID.3 oder auch Ford Kuga und Explorer. Besonders im Stadt- und Zweitwagen-Segment kann die Kombination aus Förderung und Marktpreisen den Einstieg drastisch erleichtern – sofern Reichweite, Ladeleistung und Ladeumfeld zum Alltag passen.

 

ACE-Tipp: Schnell sein lohnt sich. Denn die staatliche Förderung kann ab voraussichtlich Mai und rückwirkend zum 1. Januar 2026 beantragt werden. Der Fördertopf umfasst drei Milliarden Euro und soll für ungefähr 800.000 Autos reichen. Gleichzeitig ist offen, wie lange Hersteller ihre teils hohen Rabatte aufrechterhalten. Wer bereits ein konkretes Modell ins Auge gefasst hat, sollte die Konditionen deshalb frühzeitig prüfen und nicht zu lange warten.

 

 

Weitere Informationen:

>> Kaufberatung E-Auto

>> Kosten rund ums E-Auto

 

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