Jobticket für Landesbedienstete: bald in ganz Sachsen verfügbar

Nach Baden-Württemberg führt auch Sachsen ein flächendeckendes Jobticket für Landesbedienstete ein. Mit einem entsprechenden Beschluss, den das Kabinett Anfang Februar fasste, will das Land seinen insgesamt rund 80.000 Staatsdienern eine attraktive Alternative zum Pkw bieten.

Jobticket: im Großraum Dresden bereits Realität

Bereits seit 2012 profitieren Landesbedienstete im Großraum Dresden von einer Rahmenvereinbarung mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Der Arbeitgeber übernimmt zehn Prozent der Kosten des Jobtickets, während der VVO weitere zehn Prozent Rabatt gewährt. So zahlen Bedienstete für Bus und Bahn in der Preisstufe B beispielsweise aktuell 58,40 Euro statt regulär 73 Euro im Monat. Ein Angebot, das derzeit rund 4.600 Mitarbeiter nutzen. Laut Kabinettsbeschluss wird das Finanzministerium in den kommenden Wochen mit den übrigen sächsischen Verkehrsverbünden eine entsprechende Vereinbarung treffen. Dann sollen alle Bedienstete des Freistaates die Möglichkeit haben, ein bezuschusstes Jobticket zu beantragen. Mit dem flächendeckenden Angebot möchte das Land den öffentlichen Personennahverkehr stärken und den Straßenverkehr entlasten.

Evaluierung der Dresdner Verkehrsbetriebe: Jeder siebte Autofahrer steigt um

Dass ein Jobticket tatsächlich einen Anreiz schafft, um das Auto stehen zu lassen, zeigt eine Evaluierung der Dresdner Verkehrsbetriebe. Demnach sei im Schnitt jeder siebte Pkw-Nutzer auf Bus und Bahn umgestiegen. Mit der flächendeckenden Einführung des Jobtickets erhofft sich der Freistaat einen ähnlichen Effekt. So soll das Jobticket einen großen Beitrag leisten, um vereinbarte Umweltziele zu erreichen, Grenzwerten einzuhalten und gleichzeitig eine hohe Mobilität sicherzustellen.