Abschlusskonferenz des Projektes „Gute Wege“ in Berlin

© ACE

Am 8. Mai versammelten sich Experten, Unternehmens- und Politikvertreter in Berlin zur Abschlussveranstaltung des Projektes „Gute Wege“. Auf der Konferenz ging es darum herauszufinden, wo Mobilitätsmanagement in Deutschland steht und wie es sich in Zukunft entwickeln könnte.

Um eine Situation besser einschätzen zu können, ist es oftmals hilfreich, die Perspektive zu wechseln. Das taten die knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachkonferenz „Mobilitätsmanagement zwischen politischem Willen und betrieblichen Interessen“ am 8. Mai in Berlin.

 

Wie Mobilitätsmanagement voranbringen?


Unternehmensvertreter, Politikvertreter und Experten diskutierten über ihre jeweilige Sicht auf die Erfolge und Hemmnisse des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Allesamt sehen sie das Konzept im Aufwind, eine flächendeckende Umsetzung aber noch weit entfernt. Während sich Firmenvertreter von AOK und R+V etwa für den Ausbau des Nahverkehrs und vereinfachte Anträge auf Fördermittel aussprachen, sind aus Perspektive der Politik die Unternehmen gefordert, sich stärker als bisher für die Verstetigung des Instruments einzusetzen.

 

Neue Mobilitätsangebote im Fokus


Neben mehreren Podiumsdiskussionen sah das Programm auch einen Block mit Workshops vor. Am frühen Nachmittag tauschten sich darin die Teilnehmerinnen und Teilnehmern über neue Mobilitätsangebote wie Corporate Bike- und Carsharing aus. Beispielsweise können Beschäftigte des Immobilienunternehmens Gewobag kostenlos Leihfahrräder nutzen – um während der Dienstzeit zu den von ihnen betreuten Wohnungen zu fahren oder um private Fahrten in der Freizeit zu erledigen. Das Besondere an dem Angebot: Durch eine Kooperation mit Nextbike stehen die Leihfahrräder nicht nur auf dem Firmengelände, sondern überall im Stadtgebiet von Berlin. Das erleichtert die private Nutzung, auch müssen Beschäftigen die für Dienstfahrten ausgeliehenen Fahrräder nicht zurück zum Firmenstandort bringen. Beim Corporate Carsharing ist letzteres häufig nötig, da das etwa für den Wochenendausflug ausgeliehene Firmenfahrzeug am Montag wieder im Unternehmen benötigt wird. Aber auch ein solches Angebot hat viele Vorteile. Die Anschaffung eines privaten Erst- oder Zweitwagens ist nicht mehr zwingend erforderlich und die Ausleihe am Arbeitsplatz gestaltet sich einfacher und schneller als bei einer Autovermietung.

 

ACE bleibt im Bereich Mobilitätsmanagement aktiv

 

Für den ACE läutete die Konferenz den Abschluss seines Projekts „Gute Wege“ ein. Drei Jahre lang hat das Projektteam in einer bundesweiten Kampagne über Mobilitätsmanagement informiert und Unternehmen unterstützt, das Instrument in ihrem Betrieb einzuführen. Das Engagement des ACE endet aber nicht mit „Gute Wege“. Bereits in der Vergangenheit war der ACE an Mobilitätsmanagement-Projekten wie „effizient mobil“ und „mobil gewinnt“ beteiligt, sodass auch in Zukunft weitere Projekte folgen könnten. Außerdem baut der ACE ab Sommer 2018 ein eigenes Geschäftsfeld auf, das Beratungs-, Bildungs- und weitere Unterstützungsleistungen in dem Bereich bieten wird.