16.11.2020

ACE befürwortet Verlängerung der Innovationsprämie

Prämie für Plug-in-Hybride jedoch nur mit elektrischer Mindestfahrleistung

Berlin (ACE)  – Die im Vorfeld des morgigen Autogipfels diskutierte Verlängerung der Innovationsprämie trifft auf positives Echo beim ACE, Deutschlands zweigrößtem Autoclub. Um die Wirkung zu schärfen, drängt der ACE jedoch bei Plug-in-Hypriden (PHEV) darauf, die Prämie an einen Nachweis der tatsächlich zurückgelegten elektrischen Fahrkilometer zu koppeln. Studien hätten gezeigt, dass PHEV oftmals nur wenig im elektrischen Antriebsmodus genutzt werden. Eine undifferenzierte Förderung lehnt der ACE deshalb ab und spricht sich für die Kopplung der Innovationsprämie an eine nachgewiesen elektrisch zurückgelegte Streckenleistung von PHEV aus.

Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE, erläutert: „Die Verlängerung der Innovationsprämie bis in das Jahr 2025 wäre die richtige Entscheidung, denn dies würde den Durchbruch der Elektromobilität im Straßenverkehr unterstützen. Das wiederum ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Allerdings muss eindeutiger zwischen rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) unterschieden werden. Wir sprechen uns dafür aus, die Innovationsprämie für PHEV nur dann auszuzahlen, wenn nachgewiesen wird, dass ein festgelegter Teil der Kilometerleistung elektrisch zurückgelegt wurde.Das wäre dann auch eine Innovation. Eine Förderung nach dem Gießkannenprinzip kostet wertvolle Steuergelder, die mit der simplen Bedingung einer Mindestnutzung zielgenau ausgegeben wären. Der Autogipfel sollte die Gelegenheit nutzen, dafür die Tür zu öffnen.

Bei der Einführung einer Fördervoraussetzung ginge es keineswegs darum, Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen den Schwarzen Peter zuzuschieben, betont der ACE. Problematisch sei, dass gerade die als Dienstwagen sehr beliebten PHEV-Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse Studien zufolge meist weniger als 20 Prozent ihrer Fahrleistung elektrisch zurücklegten. „Unser Vorschlag schafft gezielt Nutzungsanreize dafür, mehr Streckenkilometer elektrisch zurückzulegen. Genau das sollte eine Innovationsprämie unserer Ansicht nach leisten“, ergänzt Stefan Heimlich.

Der Nachweis der Fahrleistung wäre zum Beispiel bei der Hauptuntersuchung durch das Auslesen von Verbrauchsdaten möglich, verdeutlicht der ACE. Liegt der elektrische Fahrtstreckenanteil unter einer festgelegten Schwelle, sollte die Förderung sinken und im Extremfall sogar wegfallen. Ziel ist es, rein batterieelektrische Antriebe in der Innovationsförderung von PHEV abzugrenzen und die Nutzung des elektrischen Antriebs bei PHEV attraktiver zu gestalten, erklärt der ACE.

 

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